Rück­blick auf das erfol­gre­iche Jubiläum­s­jahr 2017

Dieter Heiler 29 Jahre im Gesamtvorstand

Dieser Tag soll voller Freude sein“ – mit diesem gemein­samen Lied der bei­den Chöre des Sänger­bun­des 1897 e.V. Reilin­gen unter der Leitung von Özer Dogan, wurde die Jahre­shauptver­samm­lung im „Reilinger Hof“ für das Vere­in­s­jahr 2017 schwungvoll eröffnet. Die Begrüßung im fast vollen Saal über­nahm, wie in den Jahren zuvor, der 1. Vor­sitzende Ger­hard Pfeifer. Sein aufrichtiger Dank galt all den fleißi­gen aktiven Sän­gerin­nen und Sängern und den helfenden Mit­gliedern, ohne die der große Aufwand bei all den Feier­lichkeiten zum Jubiläum, Nach­tumzug, Wald­fest, Straßen­fest, Chorauftrit­ten und Fes­tkonz­ert, nicht in dieser Form zu bewälti­gen gewe­sen wäre. Das Jahr 2017 war auch in finanzieller Hin­sicht von Erfolg gekrönt und so kon­nte auch das Finan­zamt seinen Anteil für sich beanspruchen und gel­tend machen.
Nach dem Totenge­denken unserer acht ver­stor­be­nen Mit­glieder im abge­laufe­nen Geschäft­s­jahr, fol­gte der Bericht des Schrift­führers Rein­hard Bertram. Er erin­nerte in seinem Bericht an die Ereignisse der let­zten 12 Monate. Neben den bei­den Gedenkgottes­di­en­sten für die ver­stor­be­nen evan­ge­lis­chen und katholis­chen Mit­glieder, standen noch mehrere Fre­und­schaftssin­gen bei­der Chöre, 5 öffentliche Ver­anstal­tun­gen in Reilin­gen, zwei große Konz­erte (Jubiläum­skonz­ert und Jahreskonz­ert mit der Stadtkapelle Hock­en­heim), 6 eigene Ver­anstal­tun­gen und elf Vor­standssitzun­gen zu Buche. Etwas trau­rig war man über den Aus­tritt von elf Mit­gliedern in 2017. Diesen Abgän­gen stand lediglich ein Zugang gegenüber. Zum 31.12.2017 hatte der Verein nun einen Bestand von 343 Mitgliedern.

Gertrud Pflaum zeigte sich in ihrem Jahres­bericht „Finanzen“ zufrieden mit dem Wirtschaft­sergeb­nis. Sie gab aber auch zu bedenken, dass diese pos­i­tiven Zahlen von den erfol­gre­ichen Ver­anstal­tun­gen (Wald­fest, Straßen­fest, Konz­ert) her­rühren und auch die „Spenden“ großzügig zum Wohle des Vere­ins aus­ge­fallen sind. „Mor­gen kann es wieder anders sein“. Trotz­dem steht der Verein noch auf gesun­dem Fuß. Dieter Ernst und Heidi Klett sprachen sich als Kassen­prüfer sehr lobend über die bekan­nte erstk­las­sige Kassen­führung und Kassenpflege aus und gaben die Empfehlung zur Ent­las­tung der Vor­stand­schaft, die auch dann ein­stim­mig erfol­gte. Ger­hard Pfeifer bedankte sich bei „Trudl“ für ihre Arbeit und sprach auch von neuen Über­legun­gen zum Über­leben des Vere­ins in der Zukunft.
Die Neuwahl des Gesamtvor­standes ging unter der Leitung von Gün­ter Klett zügig über die Bühne und die Wahl der „Alt­bekan­nten“ und „Neuen“ war formell flott erledigt. Im Einzel­nen wur­den gewählt: Ger­hard Pfeifer (1. Vor­sitzen­der), Dag­mar Mal­ter (2. Vor­sitzende), Rein­hard Bertram (Schrift­führer), Gertrud Pflaum (Kassiererin), Klaus Langer (Presse­wart), Klaus From­mann (Noten­wart) und als Beisitzer Andreas Becker, Sabine Berling­hof, Roland Gritzbach, Hol­ger Herzberger, Sabine Ryll, Gün­ter Vögele und Ulrike Vogel­bacher. Heidi Klett und Dieter Ernst übernehmen die Kassen­prü­fung. Aus­geschieden aus dem sei­theri­gen Vor­stand sind Ulrike Wohlrab, Dieter Heiler und Ste­fan Rothbauer.

Ger­hard Pfeifer bedankte sich bei ihnen für die geleis­tete Arbeit und über­re­ichte jedem ein kleines Präsent. Einen beson­deren Applaus gebührte dem „Senior“ Dieter Heiler, der seit dem Jahre 1958 in mehreren Peri­o­den der Vor­stand­schaft ange­hörte und es bis dato auf gesamt 29 Jahre im Vor­stand brachte. Ste­hende Ova­tio­nen für seine Leis­tung und aufopfer­nde Arbeit für seinen Sänger­bund.
Nun galt es noch die Sänger­rin­nen und Sänger zu ehren, die am wenig­sten die Singstun­den ver­säumt haben und für ihren Fleiß mit einem kleinen Geschenk als Dank bedacht wur­den. Aus den 13 „Fleißi­gen“ sind zwei Sänger zu nen­nen, die in keiner (!) Singstunde fehlten. Dies waren Her­mann Oppinger und der 1. Vor­stand Ger­hard Pfeifer!
Nach den Ehrun­gen fol­gte noch die Bekan­nt­gabe der neuen Ter­mine für das Jahr 2018. Während beim gemis­chten Chor „sing2gether“ (s2g) die Weichen in diesem Jahr auf eher gemäßigt und abwartend gestellt wur­den (auf Grund der Vielzahl von Aktiv­itäten der let­zten Jahre), will man beim Män­ner­chor mit einem musikalis­chen Schmankerl am 21. Okto­ber 2018 in der Aula der Schiller­schule Reilin­gen aufwarten. Ein Pro­jek­tchor soll gebildet wer­den. Nähere Einzel­heiten fol­gen in der Presse.

Sing2gether wird aber trotz­dem seine Aktiv­itäten nicht ein­schlafen lassen. Einige Auftritte bei Fes­ten und befre­un­de­ten Chören sind über das Jahr geplant.

Ger­hard Pfeifer ging unter Punkt „Ver­schiedenes“ noch auf die all­ge­meine Sit­u­a­tion­des Vere­ines und der bei­den Chöre ein. Schw­er­punkt dabei war die Struk­tur der Chöre und das Finden von Lösun­gen für eine gesan­gliche Zukunft. Auch die zur Bewäl­ti­gung anste­hen­den Feste, die Suche nach eventuellen Räum­lichkeiten für die Singstun­den von s2g und son­sti­gen Aktiv­itäten wur­den leb­haft und fair disku­tiert.
Die har­monis­che Jahre­shauptver­samm­lung wurde unter Beifall mit dem Lied des Män­ner­chores „Abend­frieden“ geschlossen.

KL

Neue Chor­mit­glieder und Gast­sänger her­zlich willkommen

Beim Män­ner­chor des Sänger­bun­des begin­nen die Vor­bere­itun­gen für seine musikalis­ches Soirée am 21. Okto­ber 2018 in der Aula der Schiller­schule Reilingen.

Heiter bis fröh­liche Gesangsvorträge, aber auch Werke mit Tex­ten, die zum Nach­denken anre­gen, wie beispiel­sweise
„Das ist der Rhyth­mus der Zeit, ihm kann sich keiner entzieh‘n“, sind für das Abend­pro­gramm im Okto­ber vorgesehen.

Im Hin­blick auf diese Ver­anstal­tung richtet der Män­ner­chor des Sänger­bun­des Reilin­gen einen „Projekt-​Chor“ ein.
Das bedeutet, dass alle, die an dem Abend gerne aktiv gesan­glich mitwirken möchten, ein­ge­laden sind, für die Dauer der „Projekt-​Arbeit“ ca. zweimal pro Monat als Gast­sänger in die Singstunde des Män­ner­chores kommen.

So kön­nen sie sich gemein­sam mit den „ständi­gen“ Chor­mit­gliedern auf den Auftritt im Okto­ber vor­bere­iten.
Momen­tan ist die beste Gele­gen­heit, bei den begin­nen­den Proben für die bevorste­hende musikalis­che Soirée des Män­ner­chores mit einzusteigen.

Die Chor­proben finden mittwochs um 20.00 Uhr im Sängerbund-​Vereinslokal „Klein­tierzuchtverein“, Wil­helm­straße 40/​2, in Reilin­gen statt.
Nähere Infor­ma­tio­nen gibt es bei allen Mit­gliedern des Sänger­bun­des sowie beim Vor­sitzen­den unter der Mailadresse Diese E-​Mail-​Adresse ist vor Spam­bots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschal­tet sein!.

Ehrung für Chor­leiter Klaus Siefert und die Sänger Bruno Fill­inger und Eduard Kneis für ihre langjähri­gen Ver­di­en­ste um den Män­ner­chor des Sänger­bun­des 1897 e.V. Reilingen

Im Rah­men der jährlichen Ehrungs-​Matinee, die dies­mal in Reilin­gen stat­tfand, war es dem Chorver­band Kurp­falz Schwet­zin­gen mit seinem Vor­sitzen­den Ger­hard Kuhn eine Freude, neben einer Reihe anderer Per­sön­lichkeiten Klaus Siefert für seine 15-​jährige Chor­leit­ertätigkeit und Bruno Fill­inger sowie Eduard Kneis, die beide seit 60 Jahren unun­ter­brochen als Sänger aktiv sind, für ihr großes Engage­ment auszuzeichnen.


Bürg­er­meis­ter Ste­fan Weis­brod mit den Sängern Eduard Kneis und Bruno Fill­inger und Chor­leiter Klaus Siefert

Seit 15 Jahren ist Klaus Siefert musikalis­cher Leiter des Män­ner­chores. Mit seiner ehrgeizigen Schaf­fen­skraft und mit großem Elan spornt Klaus Siefert die Reilinger Sänger immer wieder von neuem zu her­vor­ra­gen­den Leis­tun­gen an. Unter seiner Stabführung erkämpfte sich der Chor im Okto­ber 2017 zum drit­ten Mal in Folge den Titel „Leis­tungschor“ des Badis­chen Chorver­ban­des. In den Jahren gemein­samer Arbeit mit Klaus Siefert kann der Sänger­bund auch auf eine Reihe von großen konz­er­tan­ten Erfol­gen zurück blicken, wie beispiel­sweise auf das großar­tige Jubiläum­skonz­ert vor weni­gen Wochen in der Reilinger St. Wendelins-​Kirche.

Bruno Fill­inger und Eduard Kneis sind 1957 in den Sänger­bund ein-​getreten und haben ihm sei­ther stets die Treue gehal­ten. Auch nach seiner Heirat vor 50 Jahren, als er nach St. Leon umge­zo­gen ist, blieb Bruno Fill­inger seinen Reilinger Sängern treu.

Ohne Eduard Kneis wären beim Sänger­bund schon längst „die Lichter aus­ge­gan­gen“.
Mit großem handw­erk­lichem Geschick unter­stützt er seinen Verein bei vie­len Ver­anstal­tun­gen. Er leitet sozusagen die „Elektro-​Abteilung“ des Sängerbundes.

Karl Klein, Mit­glied des Land­tages von Baden-​Württemberg, über­re­ichte den bei­den die Ehrung­surkun­den.
Die Feier­stunde des Chorver­ban­des Kurp­falz Schwet­zin­gen in der Reilinger Mannherz-​Halle wurde gesan­glich gestal­tet vom Reilinger Schul­chor und von allen Chören des Män­nerge­sangvere­ins 1902 Reilin­gen e.V. und des Sängerbundes.

Zum feier­lichen Abschluss ertönte aus über 100 Kehlen das Lied „Dieser Tag soll voller Freude sein“.
His­torisch gese­hen war dies der erste gemein­same Auftritt aller vier Chöre der bei­den Reilinger Gesangvereine.

Ein Bericht über die gesamte Ver­anstal­tung des Chorver­ban­des erscheint in der Schwet­zinger Zeitung.

Sänger­bund 1897 Konz­ert in der Kirche setzt ful­mi­nan­ten Schlusspunkt unter Jubiläumsfeierlichkeiten

Solis­ten und Orch­ester mit hochw­er­tiger Darbietung

Stand­ing Ova­tions für Musik und Gesang

Der Sänger­bund 1897 begeht sein 120-​jähriges Beste­hen und set­zte mit dem Jubiläum­skonz­ert in der St.-Wendelinskirche einen ful­mi­nan­ten Schlusspunkt hin­ter die Feier­lichkeiten. Der gut aufgestellte und engagierte Män­ner­chor unter der Leitung von Klaus Siefert hatte sich musikalis­che Unter­stützung in Form des Col­legium Musicum Lud­wigshafen geholt. Dazu gesellte sich Tenor Thomas Jakobs und natür­lich der zum Verein gehöri­gen gemis­chten Chor „Sing2gether“.

Den Organ­isatoren war eine großar­tige Mis­chung aus klas­sis­cher, mitunter kirch­licher Lit­er­atur und Mod­erne gelun­gen. Es war ein Konz­ert, wie man es sich als Zuhörer wün­scht. Qual­i­ta­tiv hochw­er­tig, musikalisch ansprechend und hoch motiviert dargeboten.

Der Vor­sitzende Ger­hard Pfeifer begrüßte die Gäste in der voll beset­zten Kirche und gab einen kurzen Abriss des Jubiläum­s­jahres. Zusam­men mit Klaus Langer über­nahm Pfeifer die Mod­er­a­tion des Konz­ertes, die sich an erfreulich kurze Textpas­sagen hielt, um die Lieder zu erläutern. So wurde der Abend nicht „zerre­det“ und die Besucher kon­nten sich voll und ganz auf die her­rliche Musik und den Gesang konzentrieren.

Kraftvolle Stim­men überzeugen

Der musikalis­che Bogen span­nte sich von Georg Friedrich Hän­del über Wolf­gang Amadeus Mozart bis hin zu Georges Bizet und Felix Mendelssohn-​Bartholdy. Das Col­legium Musicum Lud­wigshafen, das kleine, aber feine Liebhaber-​Sinfonieorchester der BASF, bot den entsprechen­den beglei­t­en­den Rah­men. Gerne fol­gten die Musiker dem Dirigier­stab von Klaus Siefert.

Los ging es mit „Dank sei Dir, Herr“ und „Lau­date Dominum“ sowie „Panis Angeli­cus“. Tenor Thomas Jakobs sang die Solopar­tien und überzeugte mit einem sei­den­we­ichen, aber den­noch kraftvollen Tim­bre. Als Solist glänzte er mit Hän­dels „Ombra mai fu“ aus der Oper „Xerxes“ und gemein­sam mit dem Män­ner­chor erk­lang Georges Bizets „Agnus Dei“.

Nun war es Zeit für einen Chor­wech­sel und „Sing2gether“ unter der Leitung von Özer Dogan sorgte für Gospelfeel­ing mit „Didn’t my Lord“. Es fol­gten „Sig­nore delle cime“ und „Segen“, wobei sich das Pub­likum auch bei diesem Chor von der gesan­glichen Qual­ität überzeu­gen kon­nte. Es wurde nicht an Applaus ges­part, der jew­eils hochver­di­ent war. Tenor und Orch­ester intonierten „Caro mi ben“.

Dass der Män­ner­chor auch a cap­pella kann, bewies er mit „Per­iti autem“ und „Beati Mor­tui“, bei­des von Felix Mendelssohn-​Bartholdy, sowie dem „Jubi­late Deo“. Es waren alle­samt klangvolle Lieder, dem Gotte­shaus würdig und vom Pub­likum mit viel Beifall honoriert.

Der Altar­raum wurde mit far­bigem Licht aus­gestal­tet, was ein heimeliges Gefühl erzeugte und auch die Ton­tech­nik war gut aus­ges­teuert und auf die Chöre abgestimmt.

Besucher wip­pen und klatschen

Die Sänger von „Sing2gether“ brachten genau zur rechten Zeit Schwung ins Pro­gramm, unter anderem mit „Taste and see“. Bei dem bekan­nten „Put your Hand“ legten sich die Chor­mit­glieder so richtig ins Zeug, Özer Dogan haute kräftig in die Klavier­tas­ten und dem mitreisenden Song kon­nten sich nicht mal die Musiker im Orch­ester entziehen. Das ganze Pub­likum wippte und klatschte mit und die Freude und Begeis­terung der Sänger ging eins zu eins auf die Zuschauer über.

Mit „Oper­a­tor“ und „Oh happy day“ kon­nten sich auch Solis­ten aus den Chor­rei­hen pro­fil­ieren und man merkte den Mit­gliedern des „Sing2gether“ an, dass sie wirk­lich große Freude am Sin­gen haben.

Das galt auch für den Män­ner­chor, der mit „Maria Lassu“ und dem großar­ti­gen „Benia Calas­to­ria“ den Schluss des Konz­ertes ein­läutete. Willig fol­gten die Sänger ihrem Chor­leiter. Das für einen Gesangverein so wichtige „cho­rische Atmen“: Beim Sänger­bund kon­nte man hören, wie so etwas geht.

Alle Akteure zusam­men boten einen ful­mi­nan­ten Abschluss mit dem bekan­nten Lied „Klänge der Freude“ von Edward Elgar. Diese Hymne, auch gut bekannt im Orig­i­nal als „Land of Hope and Glory“, war der großar­tige Abschluss eines run­dum gelun­genen Konz­ertes, das die Stand­ing Ova­tions mehr als ver­di­ent hatte. Die zwei abschließen­den Zugaben mussten ein­fach sein.

© Hock­en­heimer Tageszeitung, Mon­tag, 23.10.2017

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